Balou im Frühjahr 2017

Der Himmel weint mit uns…

Eigentlich wollte ich euch heute einen Beitrag über den Geburtstag unserer Großen schreiben. Aber heute hat uns das Leben einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Freude von gestern musste der Trauer von heute weichen. Wir mussten unseren geliebten Golden Retriever Balou gehen lassen…

Heute Mittag hat es für eine Weile geregnet. Es war, als würde der Himmel mit uns weinen, denn es waren genau die Minuten, in denen sein tapferes Herz aufhörte zu schlagen und wir von ihm Abschied nehmen mussten.

Wir wussten, dass dieser Tag kommen würde und auch, dass er nicht mehr fern war. Balou hatte nach seiner Operation einfach zu sehr an Kraft verloren. Die Wege, die wir mit ihm gehen konnten, wurden immer kürzer. Die Treppenstufen zum Haus fielen ihm immer schwerer und die Treppe zu den Kindern hoch konnten wir ihn in den letzten Tagen schon gar nicht mehr lassen. Wenn er lange gelegen hatte, fiel ihm das Aufstehen zusehends schwerer und manchmal mussten wir ihm dabei schon helfen.

Aber auch wenn man weiß, dass dieser Tag kommen muss, so hofft man doch immer: nicht heute; lass ihn noch den Winter bei uns bleiben; es wäre toll, wenn er zur Einschulung der Kleine noch bei uns ist… Egal wann, es wäre immer zu früh! Man will einfach nicht, dass er gehen muss! Seit über 12 Jahren hat uns Balou in unserem Leben begleitet. Und nun soll er auf einmal nicht mehr da sein!?

Nie mehr können wir unseren Kopf in seinem Fell vergraben, wenn wir traurig sind. Nie mehr hören wir sein aufforderndes Bellen, wenn er toben und spielen möchte. Nie mehr können wir ihn schnappen und eine Runde mit ihm gehen, wenn wir mal dringend raus aus allem müssen. Nie mehr presst er sich beim Kuscheln so fest an uns, dass kein Blatt mehr dazwischen passt. Nie mehr zucken seine Beine im Schlaf, wenn er vermutlich von einer wilden Jagd träumt. Nie mehr können wir über sein weiches Fell streicheln, wenn wir Ruhe suchen. Nie mehr wird er dem Bauern die roten Erdbeeren vom Strauch pflücken. Nie mehr…

Wir haben heute eine Entscheidung der Vernunft getroffen, die uns verboten hat, dass er sich quält. Aber das Herz hört nicht auf die Vernunft! Während ich euch hier schreibe weine ich bitterlich – wie ich es schon so oft heute getan habe. Ich vermisse ihn schon jetzt so sehr und kann mir einen Tag ohne ihn nicht vorstellen.

Herzlichst, eure Doreen
Balou im Frühjahr 2005
Balou im Frühjahr 2005

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