Experiment: Blumen färben

Haben Blumen auch Durst?

Schon sehr kleine Kinder wissen: Ja, Blumen haben auch Durst. Und darum müssen sie regelmäßig gegossen werden. Vielleicht habt ihr mit euren Kindern sogar schon selbst Pflanzen oder Blumen gesät und ihnen beim Wachsen zugeschaut. Aber: Wie trinken Pflanzen und Blumen eigentlich? Das könnt ihr euren Kindern mit einem ganz einfachen Experiment zeigen. Wir verraten euch, wie es geht.


Das braucht ihr für euer Experiment

  • kleine Vase(n)
  • Wasser
  • Lebensmittelfarbe; alternativ gehen auch Tintenpatronen
  • Holzstäbchen
  • weißen Blumen; z.B. Gerbera, Nelken, Buschnelken

Das braucht ihr für euer Experiment


So geht euer Experiment

Schritt 1: Fülle die Vase(n) mit Wasser und rühre die Lebensmittelfarbe ein.

Schritt 2: Stelle die Blumen in die Vase(n).

Schritt 3: Nun brauchst du ein wenig Geduld und solltest immer mal wieder zu deinen Blumen schauen.

So färbt ihr Blumen selbst


Das Ergebnis eures Experiments

Was (ist) passiert?

Nach und nach werden die weißen Blüten bunt. Es beginnt ganz zart an den ersten Adern und nach einigen Stunden sind alle Adern kräftig bunt gefärbt.

Langsam färben sich die Blüten

Warum ist das so?

Die Stengel der Pflanzen bestehen aus ganz vielen Röhren, die das Wasser von den Wurzeln nach oben zu den Blüten und Blättern leiten, um diese mit den notwendigen Nährstoffen zu versorgen. Ihr könnt euch das ähnlich wie ganz viele sehr dünne Strohhalme vorstellen. Wenn das Wasser nun gefärbt ist, wird mit dem Wasser auch die Farbe in die Blüten transportiert. Somit macht ihr mit Hilfe der Farbe den Weg des Wassers sichtbar.

Wenn euch die farbliche “Zeichnung” auf den Blüten an kleine Adern erinnert, so ist dies kein Zufall, denn die Röhren für den Wassertransport funktionieren tatsächlich ähnlich unseren Adern. Nur, dass eben kein Blut, sondern Wasser fließt.

Die Blüten werden immer bunter

Unser Tipp:

Wir hatten uns für die Farben Blau, Rosa und Lila entschieden. Das beste Ergebnis haben wir mit der Farbe Blau erzielt. Wählt auf alle Fälle kräftige Farben, dann seht ihr die Veränderung am besten.

Wir haben die Blumen am späten Nachmittag in die Vasen gestellt. Auf dem zweiten Foto seht ihr das Ergebnis am Abend und auf dem dritten Foto das Ergebnis am nächsten Morgen.

Die Blüten sind gefärbt


Was ist noch interessant?

Nun kann die berechtigte Frage eurer Kinder kommen: Aber, wer saugt denn an den “Strohhalmen”? Das übernimmt die Pflanze selbst. Sie entzieht dem Wasser die Nährstoffe und lässt dann das Wasser über ihre Oberfläche verdunsten. Dadurch wird neues Wasser nachgesaugt.

Wikipedia erklärt dass alles unter “Kapillarität” etwas biologisch korrekter: “In Bäumen und anderen Pflanzen wird das Wasser von den Wurzeln aufgenommen und dann bis in die Krone transportiert, wo es aus den Spaltöffnungen der Blätter (oder Nadeln) verdunstet oder für die Photosynthese benötigt wird. Die Verdunstung im oberen Bereich der Pflanze bewirkt einen Transpirationssog, Kohäsionskräfte des Wassers in der Pflanze verhindern ein Abreißen des Flüssigkeitsstroms, und der Kapillareffekt begünstigt mit dem osmotischen Effekt (Wurzeldruck) den Aufstieg. Nach neuen Erkenntnissen können Bäume maximal 130 Meter hoch werden, da dann der osmotische Druck zusammen mit den Kapillarkräften nicht mehr ausreicht, die Schwerkraft zu überwinden.”


Nach dem Experiment ist noch lange nicht Schluss

Das Schöne bei diesem Experiment: Ihr habt noch ganz lange was davon. Denn die gefärbten Blumen sind eine schöne Tisch- oder Fensterdeko. Was haltet ihr davon, wenn ihr die Blumen für die nächste Kaffeetafel mal selbst mit euren Kids färbt?


Wir senden euch ein paar bunte Blumengrüße und wünschen euch viel Spaß beim Nachmachen.

Herzlichst, eure Doreen

Und nun interessiert mich: Was macht ihr mit euren Kindern Schönes aus Blumen?

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