Besinnliche Weihnachten

Besinnliche Weihnachtszeit wo bist du?

Ich glaube fest daran, dass es eine besinnliche Weihnachtszeit gibt. Aber leider nicht bei uns! So streiten sich unsere beiden Mädels, nur weil die Eine ausversehen den Weihnachtsmann der anderen angeknabbert hat. Bei einem Blick in unsere Süßigkeitenschublade würdet ihr sehen, dass es dafür keinen Grund gibt. Denn es warten noch sechs weitere Weihnachtsmänner darauf gegessen zu werden. Unsere Kleine spricht den halben Nachmittag nicht mit uns, weil wir ihr nicht erlaubt haben, dass ein weiteres Glubschi in ihrer schon bis zum Rand gefüllten Kuscheltierschublade wohnen darf. Ich selbst fluche, weil ich das Chaos nach dem Plätzchenbacken in der Küche allein beseitigen darf. Beim Weihnachtsbaumschmücken wird es bei uns laut, weil die Mädels nicht warten können, bis ich die Lichter angebracht und die Deko bereitgestellt habe. Und selbst beim Auspusten der Kerzen wird diskutiert, wer wie viele und welche Kerzen auspusten darf. Besinnlich? Nein, bestimmt nicht!

Manchmal ertappe ich mich bei dem Gedanken, ob Weihnachten ohne Kinder nicht wesentlich entspannter und damit tatsächlich besinnlicher wäre. Aber wisst ihr, was mir eine Kollegin ohne Kinder neulich verraten hat? Ihr Weihnachten sei vermutlich deutlich ruhiger und vielleicht auch friedlicher als unseres, aber ihm fehle der Weihnachtszauber. Je länger ich über ihre Worte nachdenke, umso mehr glaube ich, dass sie recht hat.

Verleihen nicht gerade Kinder der Weihnachtszeit den Zauber? Natürlich werden aus unseren Kindern keine Engelchen, nur weil Weihnachten ist. Sie sind sie selbst – auch zur Weihnachtszeit. Und da gehört Streit mit den Geschwistern über scheinbare Kleinigkeiten ebenso dazu, wie enttäuschte Gesichter, wenn das hunderste Kuscheltier nicht gekauft wird. Aber dieser Stolz, wenn sie den Weihnachtsbaum geschmückt haben; die Vorfreude auf das nächste Türchen des Adventskalenders; die Ausdauer, mit der sie Plätzchen ausstechen und verzieren und erst recht diese strahlenden Augen, wenn sie die Geschenke an Heiligabend auspacken. Verleiht all das nicht erst der Weihnachtszeit ihren Zauber!?

Warum also schrauben wir unseren Anspruch an die kommenden Weihnachtstage nicht einfach ein klein wenig runter? Sie müssen nicht ruhig und besinnlich sein, damit sie zauberhaft sind! Machen wir doch einfach einen winterlichen Spaziergang durch die weihnachtlich geschmückten Gassen, um die erhitzten Gemüter nach einem Streit wieder abzukühlen. Oder kuscheln wir uns zusammen aufs Sofa und lesen eine schöne Weihnachtsgeschichte, um zu zeigen, was an Weihnachten wirklich zählt. Basteln wir noch ein kleines herrlich unperfektes Weihnachtsgeschenk für die Großeltern, weil wir früher keine Zeit dafür gefunden haben. Backen wir die letzten Plätzchen für diese Weihnachten und genießen sie nach dem Aufräumen der Küche bei einem leckeren Tee und Kerzenschein. Beobachten wir bei all dem, was in den nächsten Tagen geschehen wird unsere Kinder und lassen uns mitreißen von diesem Zauber der Weihnachtstage, den nur unsere Kinder verbreiten können.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen zauberhafte Weihnachtstage!

Herzlichst, eure Doreen

Und nun interessiert mich: Wie schafft ihr es, dass der Weihnachtszauber bei euch Einzug hält?

Dir hat der Beitrag gefallen? Dann teile ihn gern:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Über uns

Logo Alltagsreise
Noch ein Familienblog? Wirklich? Sicherlich fragt ihr euch, was diesen Familienblog von anderen unterscheidet: Nun, es ist unser Alltag - mit allen Ecken und Kanten.

Suche

Weitere Beiträge

Hier findet ihr uns auch